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1958-1, 1. Griechenlandfahrt

1. Griechenlandfahrt des Stammes vom 04.07.-02.08.1958

Nach dem Besuch von 28 griechischen Pfadfindern und dem gemeinsamen Lager in Inzmühlen 1957 wurde der Gegenbesuch beschlossen.

Am Freitag den 4. Juli 1958 ging es um 21.07 Uhr mit dem Zug von Reinbek nach Hamburg und weiter mit einem Kurswagen nach Belgrad. Von dort mit einem Bummelzug (meinstens im Stehen) nach Saloniki. Endlich Griechenland! Wir singen auf dem Bahnsteig, wurden per Lautsprecher begrüßt und bekamen zur Weiterfahrt nach Athen sieben Abteile für uns alleine. Nach 2 ½ Tagen Bahnfahrt trafen wir mit sehr herzlicher Begrüßung in Athen ein.

 

Nun waren 14 Tage in griechischen Familien vorgesehen. Zwischendurch wurde eine Busfahrt nach Epidaurus zur Aufführung von "Ödipus Rex" gemacht -  eindrucksvolles Erlebnis im Amphitheater. Einladung der griechischen Pfadfinder-Führung in einen Vorort von Athen zu einem überaus reichhaltigen, typischen griechischem Willkommens-Essen. Anschließend sehr freundliche Rede des höchsten griechischen Pfadfinderführers mit viel Sympathie für Deutschland trotz des zweiten Weltkrieges. Er hatte die Hoffnung, dass solche Begegnungen gerade der Jugend die alte Freundschaft zu Deutschland zurückbringen möge. Unser Gruppenleiter antwortete daraufhin: "Gerade wir Deutschen wissen die entgegengebrachte Freundschaft zu schätzen. Dafür danken wir ganz herzlich. Wir glauben auch, dass durch solche Begegnungen das Verständnis zwischen den Völkern wachsen kann und vielleicht einmal ein vereintes Europa entstehen wird." (Auszug aus der Bergedorfer Zeitung vom 31.07.1958 - Reinbeker Pfadfinder auf großer Fahrt)

Wir reisten per Bus nach Korinth, Delphi und Kihissia bei Marathon. Mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge war abgesprochen, dass wir einen Soldatenfriedhof bei Theben herrichten wollten. Wir waren nicht darauf vorbereitet, ein Trümmerfeld vorzufinden. Bei sengender Sonne hatten wir Wege angelegt, planiert, die Gräber mit Felssteinen aus der Umgebung eingefasst und Holzkreuze mit selbstgefertigten Schnitzereien gesetzt. Nach zehn Stunden(!) war ein würdiger Friedhof entstanden. Wir waren total kaputt, aber auch ein wenig Stolz auf die geleistete Arbeit und verabschiedeten uns mit einer kleinen Feier.

Besondere Ehrung für uns: die Seefahrt mit einem Zerstörer der Kriegsmarine zur Insel Poros war für uns ein besonderes Erlebnis.

Zur Freude der Matrosen schmetterten wir einige Lieder. Der Kapitän forderte uns auf, das Schiff zu erkunden. Besonders begeistert waren wir auch, dass wir Limonade-satt trinken konnten.

Auf Poros wurden wir vom Bürgermeister empfangen. Ein Fischer brachte uns in eine abgelegene Bucht, wo wir für ein paar Tage unsere Zelte aufschlugen - endlich einmal ausspannen.

Ein großes Lager der griechischen Pfadfinder am Kap Sunion war unser letzter großer Höhepunkt unserer Reise.

Viele Begegnungen, Pfadfindertechnik und gemütliche Singerunden waren unsere Beschäftigungen bis es plötzlich hieß, dass der Wald in der Nähe brennt. Wir halfen sehr effizient mit, den Brand zu löschen, um unser Lager zu schützen. Hinterher bekamen wir großes Lob durch die Presse für unseren großartigen Einsatz. Sogar Dank von einem griechischen Ministerium für unsere aufopfernde Hilfe.

Die vier Wochen Griechenlandfahrt gingen mit herzlichem Abschied in Athen zu Ende.
Eigentlich hatten wir genug erlebt, aber bei einem längeren Zugaufenthalt in Belgrad waren leider drei Pfadfinder nicht rechtzeitig zur Abfahrt zurück. Ohne Pässe, ohne Geld, ohne Verpflegung und ohne Sprachkenntnisse - das war eine Geschichte für sich! - Ende gut, alles gut. Dank Hajüs und besonders Tills unermüdlichem Einsatz, in dem Till nach Jugoslawien zurückfuhr, die drei an der Grenzstation wieder traf und mit den die Verlorengegangenen die Gruppe in München einholte. 

Zwosch
(aus Erinnerungen und aus dem Archiv im Heim)

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16:45 - 18:45

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gegenüber vom JUZ

 

 INFOS zur Gruppe

 

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Mitteilung der Stammesführung vom 19.07.2020:

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte!

Nachdem wir Mitte März alle Heimabende, Treffen und Fahrten auf unbestimmte Zeit aufgrund der Corona-Pandemie absagen mussten, haben wir nun langsam wieder angefangen, uns am Heim zu treffen. Seit Mitte Mai finden die Gruppenstunden der Wölflinge und Sipplinge wieder regelmäßig statt. Einige Gruppen treffen sich auch trotz der Sommerferien weiter. Es freut uns sehr, dass wir wieder gemeinsam Sachen unternehmen können, wenn auch noch nicht in dem Rahmen wie vor dem Ausbruch der Pandemie.
Dennoch haben wir uns entschieden, die für das Wochenende vom 28.-30.08. angesetzte verschobene Maifahrt aus gegebenem Anlass ausfallen zu lassen. Die Umsetzung des Hygienekonzeptes, mit dem wir arbeiten, gestaltet sich bei einer hohen Teilnehmer*innenzahl leider sehr schwierig. Gleiches gilt für die vom 25.-27.09. geplante Herbstfahrt.
Wir wissen aktuell leider noch nicht, ob und inwieweit andere Aktionen dieses Jahr stattfinden werden. Hierzu werden Sie und ihr natürlich informiert, sobald wir genauere Informationen haben.

Genießt den Sommer, soweit es möglich ist!

Gut Jagd, Gut Pfad und Seid Wach,
Melman und Dobby

 

Norwing-Stammtisch

Unser nächstes Stammtisch-Treffen ist vorgesehen am

Mittwoch, den 16.09.2020, 19.00 Uhr ................................... weiter

Stammtisch-Ausfahrt nach Inzmühlen  ................................... weiter
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Stammtisch vom 04. März 2020 ................................... weiter


Micha

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Reinbeker Weihnachtsmarkt 2019
07./08.12.2019

 

 

Auch in diesem Jahr war der Stamm Norwing wieder mit einer Hochjurte auf dem Reinbeker Weihnachtsmarkt .....

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Micha

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Griechenlandfahrer 1961

 

Letzte Besprechnung am Bahnhof.

An die Griechenlandfahrer 1961:
Wer erkennt sich oder einen anderen in der Runde?

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Micha

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Lieder im
Stamm Norwing

(Liedertexte - gebundenes Exemplar)

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Micha

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